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Emissionspreis: wie der Preis einer neuen Aktie entsteht

Der Emissionspreis, auch Emissionskurs, ist der Preis je Aktie, zu dem ein Unternehmen oder seine Altaktionäre neue Aktien bei der Ausgabe an Anleger verkaufen. Emittent und Konsortialbanken legen ihn fest, meist per Bookbuilding. Dabei steht zuerst eine Preisspanne, dann sammelt ein Orderbuch die Kaufaufträge, danach folgt der Preis. Unten findest du Beispiele mit Datum und Quelle, die drei Verfahren, den Ablauf mit Rechtsgrundlage sowie Greenshoe und Stabilisierung. Welche Börsengänge gerade mit Preisspanne anstehen, zeigt Börsengänge.

Emissionspreise an Beispielen: Spanne, Preis und Verfahren mit Datum

Die Tabelle zeigt Börsengänge und Abspaltungen der vergangenen Jahre mit Preisspanne, Emissionspreis und Lage in der Spanne. Stand der Stammdaten: 01.10.2026, die Trichter-Stufe wird nächtlich aktualisiert. Methode: Jede Zeile stützt sich auf die Pricing-Mitteilung oder den Prospekt des Emittenten, nicht auf Finanzportale.

Beispiel-Tabelle Emissionspreise (Datenbasis „Erstnotizen")

UnternehmenTickerBörse/SegmentDatum PricingEmissionspreisQuelle
CoreWeaveCRWVNasdaq Global Select Market27.03.2025 (Handelsbeginn angekündigt für 28.03.2025)40,00 US-DollarCoreWeave Investor Relations
RenkR3NKFrankfurt (Privatplatzierung)07.02.2024 (Erstnotiz)kein Emissionspreis veröffentlichtRenk Investor Relations
Freigabe ausstehend

Porsche AG, Douglas, Ottobock, Pfisterer, Klarna und TKMS fehlen in dieser Tabelle: Preisspanne, Emissionspreis und Lage in der Spanne sind noch nicht aus IR-Pricing-Mitteilung, BaFin-Prospekt bzw. 424B4 belegt (MJ-194). Trichter-Stufe je Titel ist nächtlich, lokal ohne FMP-Sync aktuell leer.

Keine Spalte erster Kurs, Performance oder „überzeichnet". Belegstand 01.10.2026.

Jede Zeile zeigt einen anderen Fall. Der US-Weg führt über Registrierungsdokument und finalen Prospekt. Renk steht für die Notierung ohne öffentliches Angebot, TKMS für die Abspaltung ohne Emissionspreis.

Porsche AG, Douglas, Ottobock, Pfisterer und Klarna kamen mit Preisspanne an die Börse. Spanne, Preis, Lage in der Spanne und Datum stammen aus der jeweiligen Pricing-Mitteilung.

Was ist der Emissionspreis? Definition und Bedeutung

Der Emissionspreis ist der Preis am Primärmarkt: Der Emittent oder seine Altaktionäre verkaufen Aktien direkt an Anleger. Emittent, Altaktionäre und Konsortialbanken legen ihn fest, und er gilt für alle zugeteilten Aktien gleich. Keinen Emissionspreis haben Direct Listing und Abspaltung: Bei TKMS und Aumovio entstand der erste Kurs im Handel. Den Börsengang als Ganzes erklärt IPO Bedeutung.

Emissionspreis, Emissionskurs, Ausgabepreis, Issue Price: ein Preis, vier Namen

Emissionspreis, Emissionskurs, Ausgabekurs und Ausgabepreis meinen denselben Betrag. Auf Englisch heißt er Issue Price, Offering Price oder IPO Price. US-Emittenten schreiben in der Pricing-Mitteilung „public offering price". Als Rechtsbegriff für Aktien steht der Emissionskurs in der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052; die Prospektverordnung spricht vom „endgültigen Emissionskurs". Bei Anleihen heißt der Ausgabepreis ebenfalls Emissionskurs. Diese Seite behandelt Aktien.

Emissionspreis und Nennwert: geringster Ausgabebetrag und Agio

Der Nennwert ist der Betrag, mit dem eine Aktie am Grundkapital beteiligt ist. Bei Stückaktien ohne Nennbetrag zählt der anteilige Betrag am Grundkapital. Das Aktiengesetz verbietet, Aktien für weniger als diesen Betrag auszugeben (Verbot der Unterpariemission). Er ist deshalb der geringste Ausgabebetrag. Was Anleger darüber hinaus zahlen, ist das Agio. Das Unternehmen weist es nach dem Handelsgesetzbuch als Kapitalrücklage aus. Der Nennwert sagt nichts über den Marktwert: Er ist eine Bilanzgröße, kein Preis.

Bookbuilding: wie aus der Preisspanne der Emissionspreis wird

Beim Bookbuilding, dem Orderbuch- oder Preisspannenverfahren, legen Emittent und Konsortialbanken zuerst eine Preisspanne fest. Dann sammeln sie Kaufaufträge in einem Orderbuch und setzen erst danach den Emissionspreis. Bei Börsengängen mit öffentlichem Angebot in Deutschland und den USA ist IPO-Bookbuilding der übliche Weg. Die Tabelle zeigt die sieben Phasen mit Beteiligten, Frist und Rechtsgrundlage.

Bookbuilding-Ablauf

Stand Rechtslage: 01.10.2026

Nr.PhaseBeteiligteFristQuelle
1Bewertung, Research der Konsortialbanken, Pre-MarketingEmittent, Altaktionäre, Konsortialbanken, institutionelle Investorenkeine gesetzliche Frist–
2Preisspanne festlegen, Prospekt billigen lassen und veröffentlichenEmittent, Konsortialführer, BaFin (USA: SEC)Billigungsfrist nach Art. 20 ProspektVO (noch gegenzulesen); Höchstkurs oder Bewertungsmethode nach Art. 17 Abs. 1ProspektVO (EU) 2017/1129
3Angebotsfrist, Roadshow, Orderbuchinstitutionelle Investoren, Privatanleger über die DepotbankMindestabstand Prospekt → Angebotsende nach Art. 21 Abs. 1 (noch gegenzulesen; der Listing Act (EU) 2024/2809 soll die bisherige Frist laut Erwägungsgrund 49 verkürzen)ProspektVO (EU) 2017/1129
4Pricing: Emissionspreis und endgültiges VolumenEmittent, Altaktionäre, KonsortialführerHinterlegung und Veröffentlichung nach Art. 17 Abs. 2, Rückzug der Zusage mindestens zwei Arbeitstage nach Hinterlegung (Art. 17 Abs. 1, gegenzulesen); USA: finaler Prospekt (424B4) auf EDGARProspektVO (EU) 2017/1129
5ZuteilungEmittent, Konsortialbankenkeine gesetzliche Frist, Grundsätze im Prospekt–
6ErstnotizEmittent, BörseTermin laut Prospekt–
7Stabilisierung und GreenshoeStabilisierungsmanager (Konsortialbank)ab Handelsaufnahme höchstens 30 Kalendertage (Art. 5 Abs. 1 lit. a), nie über dem Emissionskurs (Art. 7 Abs. 1), Greenshoe höchstens 15 %, ungedeckte Überzeichnung höchstens 5 % (Art. 8 lit. d und b), Bekanntgabe innerhalb einer Woche nach Ablauf (Art. 6 Abs. 3)Delegierte VO (EU) 2016/1052

Aktualisierung bei Rechtsänderung; halbjährlich gegen konsolidierte ProspektVO und DelVO 2016/1052 prüfen.

Preisspanne: Unternehmensbewertung, Vergleichsunternehmen und IPO-Abschlag

Eine Formel, mit der du den Emissionspreis berechnen kannst, gibt es nicht. Die Konsortialbanken bewerten zuerst das Unternehmen und halten das Ergebnis in ihrem Research fest. Dafür nutzen sie ein DCF-Modell, das künftige Zahlungsströme aus den Planzahlen des Unternehmens abzinst. Dazu kommen Multiplikatoren wie das KGV börsennotierter Vergleichsunternehmen, der Peer Group. Von diesem Wert ziehen sie einen IPO-Abschlag ab, damit das Angebot für Investoren interessant ist, und teilen durch die Zahl der Aktien. Im Pre-Marketing, auch Pilot Fishing genannt, testen sie die Spanne vorab bei ausgewählten Investoren. Rechnen lässt sich erst das Ergebnis: Mit der Pricing-Mitteilung vom 27.03.2025 bot CoreWeave 37,5 Millionen Aktien zu 40,00 US-Dollar an, ein Emissionsvolumen von 1,5 Milliarden US-Dollar (CoreWeave Investor Relations). Emissionspreis mal Aktienzahl nach dem Börsengang ergibt die Marktkapitalisierung zum Emissionspreis.

Orderbuch und Pricing: oberes Ende, Mitte oder unteres Ende der Spanne

In der Angebotsfrist sammelt der Konsortialführer, der Bookrunner, die Kaufaufträge im Orderbuch: Menge und, wenn gewünscht, ein Preislimit. Begleitet wird die Frist von der Roadshow bei Investoren. Danach legen Emittent und abgebende Altaktionäre mit ihm den Emissionspreis fest: am oberen Ende, in der Mitte oder am unteren Ende der Spanne. Wird die Spanne per Nachtrag zum Prospekt geändert, kann der Preis auch außerhalb der ursprünglichen Spanne liegen. Was das für erteilte Aufträge bedeutet, erklärt Aktien zeichnen. In den USA muss vor dem Angebot ein Registrierungsdokument bei der SEC vorliegen, meist Form S-1 mit der Spanne. Der Preis folgt im finalen Prospekt, Form 424B4. Beide Dokumente sind in der Datenbank EDGAR öffentlich.

Was der Prospekt zum Emissionspreis enthalten muss

Steht der endgültige Emissionskurs zu Beginn des Angebots noch nicht fest, greift Art. 17 der Prospektverordnung (EU) 2017/1129 (EUR-Lex, konsolidierte Fassung vom 05.06.2026). Der Wertpapierprospekt nennt dann den Höchstkurs oder die Bewertungsmethoden und -kriterien, nach denen der Preis festgelegt wird. Fehlen diese Angaben, können Anleger ihre Zusage nach der Hinterlegung des endgültigen Emissionskurses zurückziehen, und zwar mindestens zwei Arbeitstage lang (Art. 17 Abs. 1). Den endgültigen Emissionskurs und das Volumen hinterlegt der Emittent bei der zuständigen Behörde und veröffentlicht sie. Die BaFin prüft Prospekte vor der Veröffentlichung auf Vollständigkeit, Kohärenz und Verständlichkeit, nicht auf inhaltliche Richtigkeit.

Festpreis, Auktion und Accelerated Bookbuilding: die anderen Verfahren

Bookbuilding ist nicht das einzige Verfahren zum Emissionspreis. Die Verfahren unterscheiden sich darin, wer den Preis setzt, wann er feststeht und was Anleger in ihrem Auftrag angeben. Der Vergleich zeigt alle vier nebeneinander.

Verfahrensvergleich

VerfahrenWer setzt den PreisWann steht er festWas Anleger angebenTypischer Einsatz
BookbuildingEmittent und Konsortialbanken nach Auswertung des Orderbuchsnach dem OrderbuchMenge, wenn gewünscht mit PreislimitBörsengang mit öffentlichem Angebot
FestpreisverfahrenEmittent und Konsortialbanken, bevor die Zeichnungsfrist beginntvor der Zeichnungnur die Menge–
Auktionsverfahren (holländisches Verfahren)die Anleger über ihre Gebote (Preis, bei dem das Angebot vollständig platziert ist)nach den GebotenMenge und Preis–
Accelerated Bookbuildingdie Banken, Orderbuch nur bei institutionellen Investorenbinnen kurzer Frist–Kapitalerhöhungen und Umplatzierungen

Allgemeine Verfahrensbeschreibungen aus dem Fließtext dieser Seite, keine gesonderte Tier-1-Quelle je Verfahren abgerufen. Keine Anteilszahlen ohne Beleg. Aktualisierung bei Rechtsänderung.

Festpreisverfahren: Emittent und Konsortialbanken setzen den Emissionspreis, bevor die Zeichnungsfrist beginnt. Anleger geben in ihrem Auftrag nur die Menge an. Das Verfahren ist einfach, verlagert aber das Risiko einer Fehlbewertung auf Emittent und Konsortium. Ist der Preis zu hoch, bleiben Aktien übrig; bei fester Übernahme (Firm Commitment) übernimmt sie das Konsortium selbst. Ist er zu niedrig, verzichtet der Emittent auf Erlös.

Auktionsverfahren: Anleger geben Gebote mit Menge und Preis ab. Die Gebote werden vom höchsten Preis abwärts sortiert, bis das Angebot vollständig platziert ist. Der Preis, bei dem das gelingt, gilt im holländischen Verfahren als einheitlicher Emissionspreis für alle erfolgreichen Bieter, auch für jene, die mehr geboten haben. Eine Spanne vorab braucht das Verfahren nicht, dafür muss jeder Anleger selbst einen Preis nennen.

Accelerated Bookbuilding: Die Banken führen das Orderbuch nur bei institutionellen Investoren, ohne öffentliches Angebot und in kurzer Frist. Üblich ist das bei Kapitalerhöhungen und Umplatzierungen; die Arten zeigt Neuemissionen. Ohne öffentliches Angebot kam auch Renk an die Börse: per Privatplatzierung am 07.02.2024 an der Frankfurter Wertpapierbörse, nachdem der Börsengang zuvor verschoben worden war (Renk Investor Relations). Beim Decoupled Bookbuilding nennen die Banken die Spanne erst nach dem Pre-Marketing.

Nach dem Pricing: Greenshoe, Stabilisierung und der erste Kurs

Zwei Regeln verbinden Emissionspreis und Handel. Sie stehen in der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1052 vom 08.03.2016, die die Marktmissbrauchsverordnung MAR (EU) Nr. 596/2014 ergänzt (EUR-Lex).

Greenshoe: Mehrzuteilung bis 15 % des Angebots

Ist die Nachfrage hoch, teilt das Konsortium mehr Aktien zu als angeboten, die Überzeichnung. Die zusätzlichen Aktien leiht es sich in der Regel von Altaktionären. Die Greenshoe-Option, auch Mehrzuteilungsoption, definiert Art. 1 lit. g: Die Banken dürfen „innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach der Emission der Wertpapiere eine bestimmte Menge dieser Wertpapiere zum Ausgabekurs" erwerben. Sie „überschreitet nicht 15 % des ursprünglichen Angebots" (Art. 8 lit. d). Eine Überzeichnung, die die Option nicht abdeckt, darf 5 % nicht überschreiten (Art. 8 lit. b). Ausgeübt wird sie nur im Stabilisierungszeitraum (Art. 8 lit. e). In den USA räumte CoreWeave den Banken eine 30-Tage-Option über bis zu 5,625 Millionen weitere Aktien ein, rechnerisch 15 % des Angebots (CoreWeave Investor Relations).

Stabilisierung: höchstens 30 Tage, nie über dem Emissionskurs

Nach der Erstnotiz darf ein Stabilisierungsmanager, meist eine Konsortialbank, Aktien am Markt kaufen. Ziel ist, einen Rückgang unter den Emissionskurs zu bremsen. Der Zeitraum beginnt mit der Aufnahme des Handels und „endet spätestens nach 30 Kalendertagen" (Art. 5 Abs. 1 lit. a). Gestützt werden darf „unter keinen Umständen zu einem höheren Kurs als dem Emissionskurs" (Art. 7 Abs. 1). Die Stabilisierung wird vorher bekannt gegeben. Innerhalb einer Woche nach Ablauf des Zeitraums folgt eine weitere Bekanntgabe (Art. 6 Abs. 1 und 3). Eine Kursgarantie ist das nicht: Die Regeln begrenzen nur, wie lange und bis zu welchem Kurs gestützt werden darf.

Emissionspreis und erster Kurs: warum beide auseinanderliegen

Der Emissionspreis steht fest, bevor gehandelt wird. Der erste Kurs entsteht am ersten Handelstag aus Angebot und Nachfrage an der Börse. Drei Dinge erklären die Differenz: die Bewertung, auf der die Spanne beruht, der IPO-Abschlag und die Marktlage zwischen Pricing und Erstnotiz. Liegt der erste Kurs über dem Emissionspreis, spricht die Forschung von Underpricing. Wie die Aktie danach notiert, behandelt diese Seite nicht. Frisch notierte Titel mit Datum und Scores zeigt Neue Aktien 2026.

Nach der Erstnotiz: was die fünf Agenten mit Aktien ohne Kurshistorie machen

Die fünf Agenten von Market Jury zeichnen keine Aktien und kaufen nicht zum Emissionspreis; jeder führt ein virtuelles Depot nach festen Regeln. In den nächtlichen Marktscan gelangt eine neue Aktie erst, wenn sie an XETRA, NYSE, NASDAQ, Euronext, SIX oder LSE notiert; vorher hat sie keinen der 11 Scores. Was jedes Regelwerk bei fehlender Kurshistorie vorsieht, zeigt der Block unten mit Datum; die Langfassung steht unter Frisch notierte Aktien und die fünf Agenten.

Danach liest jedes Regelwerk, was sein Motto vorgibt:

Was die Agenten kaufen und verkaufen, wird dokumentiert, mit Zeitstempel. Einsehbar wird es mit dem Depot-Launch; über die Warteliste bekommst du früher Zugang zu den Agenten-Depots, sobald wir sie öffnen.

So prüfst du einen Emissionspreis selbst: Prospekt, Pricing-Mitteilung, Analyse

  1. Prospekt öffnen: für Deutschland über die Prospektdatenbank der BaFin, für die USA über EDGAR. Dort stehen Preisspanne, Höchstkurs oder Bewertungsmethode und die Greenshoe-Option.
  2. Pricing-Mitteilung lesen: Die Investor Relations des Emittenten nennen Emissionspreis, Aktienzahl und Volumen. Emissionspreis mal platzierte Aktien ergibt das Emissionsvolumen.
  3. Stabilisierungsmeldung prüfen: Sie folgt innerhalb einer Woche nach Ablauf des Stabilisierungszeitraums (Art. 6 Abs. 3 DelVO 2016/1052).
  4. Laufende Angebote ansehen: Termin, Börse und Preisspanne zeigt Börsengänge.
  5. Nach der Erstnotiz analysieren: Gib die Aktie im Analyse-Werkzeug ein, stelle optional eine Frage, wähle alle fünf oder einzelne Agenten und die Tiefe. Du bekommst fünf Einschätzungen mit Begründung und Quellen; nach kostenloser Registrierung hast du 4 Gratis-Credits. Wie weit die Aktie im nächtlichen Scan gekommen ist, zeigt ihre Trichter-Stufe, etwa im Radar.

Einen Zeichnungstipp gibt keines dieser Werkzeuge.

Häufige Fragen

Was ist der Emissionskurs?

Der Emissionskurs ist dasselbe wie der Emissionspreis: der Betrag je Aktie, den Anleger bei der Ausgabe von Aktien zahlen. Die Delegierte Verordnung (EU) 2016/1052 nutzt ihn als Grenze für die Kursstabilisierung. Sie darf nie zu einem höheren Kurs als dem Emissionskurs erfolgen (Art. 7 Abs. 1). Im Englischen heißt er Issue Price oder Offering Price.

Wer legt den Emissionspreis fest?

Den Emissionspreis legen der Emittent und die abgebenden Altaktionäre gemeinsam mit dem Konsortialführer fest, beim Bookbuilding nach Auswertung des Orderbuchs. Die Börse setzt ihn nicht. Die BaFin prüft den Prospekt auf Vollständigkeit, Kohärenz und Verständlichkeit, nicht den Preis. Den endgültigen Preis und das Volumen hinterlegt der Emittent bei der zuständigen Behörde und veröffentlicht sie, meist zusätzlich als Pricing-Mitteilung.

Wie wird der Emissionspreis berechnet?

Eine feste Formel gibt es nicht. Die Konsortialbanken bewerten das Unternehmen mit einem DCF-Modell und mit Multiplikatoren von Vergleichsunternehmen. Abzüglich eines IPO-Abschlags ergibt sich die Preisspanne; den Preis innerhalb der Spanne bestimmt die Nachfrage im Orderbuch. Rechnen lässt sich nur das Ergebnis: Emissionspreis mal platzierte Aktien ergibt das Emissionsvolumen, Emissionspreis mal alle Aktien die Marktkapitalisierung zum Emissionspreis.

Warum weicht der erste Kurs vom Emissionspreis ab?

Der erste Kurs bildet sich im Handel aus Angebot und Nachfrage, der Emissionspreis davor aus Bewertung und Orderbuch. Der IPO-Abschlag, eine veränderte Marktlage zwischen Pricing und Erstnotiz und Käufer, die bei der Zuteilung leer ausgingen, verschieben den ersten Kurs. Die Stabilisierung kann einen Rückgang nur bremsen. Sie stützt nie über dem Emissionskurs und endet laut Delegierter Verordnung (EU) 2016/1052 spätestens nach 30 Kalendertagen.

Stand Rechtslage: 01.10.2026 · Compliance-Zeile im Footer (sitewide).

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