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Cup and Handle Formation: die Tasse mit Henkel erkennen, prüfen und einordnen

Cup and Handle, auf Deutsch Tasse mit Henkel, ist eine Fortsetzungsformation der technischen Analyse. Der Kurs unterbricht einen Aufwärtstrend, bildet einen gerundeten Boden und danach einen kurzen, flachen Henkel. Steigt er anschließend über den Rand der Tasse, gilt das Muster nach der Lehrbuch-Lesart als vollständig. Direkt darunter steht, welche Formationen das Werkzeug Chartmuster heute erkennt und wie der Trend-Score das Bild ergänzt. Danach folgen Form und Phasen, die Erkennungsregeln als Tabelle, die Messregel nach dem Ausbruch und die Herkunft bei William O'Neil.

Cup and Handle im Werkzeug: die fünf Formationen, die der Detektor erkennt

Der Detektor des Werkzeugs Chartmuster prüft jede Nacht die Kursverläufe aller beobachteten Aktien auf fünf klar definierte Formationen: Doppelboden, Doppeltop, Golden Cross, Range-Ausbruch und Volatilitäts-Squeeze. Er arbeitet mit festen geometrischen Bedingungen, nicht mit Mustererkennung im Bild, und zeigt je Treffer „Erkannt am" und „gültig bis". Cup and Handle gehört nicht zu diesen fünf; eine Liste von Aktien mit Tasse und Henkel führt Market Jury deshalb nicht, und Beispielaktien ohne Erkennung nennt diese Seite nicht. Der Range-Ausbruch ist eine eigene Formation mit eigenen Regeln: Auch er beschreibt einen Ausbruch über eine Kursmarke, ist aber keine Tasse. Den Trend jeder einzelnen Aktie zeigt unabhängig davon der Trend-Score.

Für die fünf Strategie-Agenten ist das Muster Kontext, kein Auslöser. Value Agent, Momentum Agent, Dividende Agent, Growth Agent und Contrarian Agent führen je ein virtuelles Depot nach festen Regeln; Chartmuster gehören nicht dazu. Dem Momentum Agent steht die Formation am nächsten, weil sie einen laufenden Trend voraussetzt. Entscheidend ist aber sein Trendfilter aus Trend-Score und Trichter-Stufe, nicht das Bild im Chart. Was er zuletzt entschieden hat, zeigt der Block darunter mit dem Depot-Launch; den Zeitstempel jeder Depotänderung belegt schon jetzt die Transparenz-Seite des Momentum Agent. Alle fünf Depots nebeneinander öffnen mit dem Depot-Launch; über die Warteliste bekommst du früher Zugang.

Was die Agenten kaufen und verkaufen, wird dokumentiert, mit Zeitstempel. Einsehbar wird es mit dem Depot-Launch; über die Warteliste bekommst du früher Zugang zu den Agenten-Depots, sobald wir sie öffnen.

„Erkannte Chartmuster sind kein Bestandteil seines Regelwerks; er entscheidet allein nach seinen Trendfiltern."

Was das Cup and Handle Pattern ist

Das Cup and Handle Pattern gehört zur technischen Analyse. Sie leitet aus vergangenen Kursen und Umsätzen Muster ab, statt Bilanzen zu lesen. Die Chartanalyse als ihr bekanntester Teil geht davon aus, dass sich Wertpapierpreise in Mustern bewegen, die sich wiederholen (Deutsche Börse, Börsenlexikon). Die Tasse mit Henkel ist eines dieser Muster und gilt als bullisch: eine Formation, die nach dieser Lehre steigende Kurse begleitet.

Das Bild besteht aus drei Teilen. Nach einem Aufwärtstrend fällt der Kurs zurück, bildet einen gerundeten Boden und steigt wieder bis an das frühere Hoch: Das ist die Tasse in U-Form. Am rechten Rand folgt ein kurzer, flacher Rücksetzer, der Henkel. Der dritte Teil ist der Ausbruch über den Widerstand, also die Kursmarke am Tassenrand, an der der Kurs zuvor gedreht hat.

Die Lehrbuch-Lesart deutet die Tasse als Phase der Akkumulation: Käufer übernehmen nach und nach Aktien von abgabewilligen Verkäufern, im Henkel geben die letzten Verkäufer ab. Das ist eine Interpretation, keine Messung.

Schema der Cup and Handle Formation mit Vortrend, U-förmiger Tasse, Henkel, Widerstandslinie und Ausbruch
Tasse mit Henkel im Schema: Der Cup-and-Handle-Chart zeigt die U-förmige Tasse, den flachen Henkel und den Ausbruch über die Widerstandslinie.

Die vier Phasen: Vortrend, Tasse, Henkel, Ausbruch

Die Tasse-Henkel-Formation entsteht in vier Phasen, in der Reihenfolge der Grafik:

  1. Vortrend: Vor der Tasse steigt der Kurs bereits. Ohne diesen Aufwärtstrend fehlt dem Muster die Voraussetzung, denn eine Fortsetzungsformation braucht einen Trend, der fortgesetzt werden kann.
  2. Tasse: Der Kurs fällt vom linken Rand zurück, läuft in einem gerundeten Boden seitwärts und steigt zum rechten Rand wieder an. Die Rundung zeigt, dass der Rückgang Zeit gebraucht hat und nicht abrupt gedreht ist.
  3. Henkel: Am rechten Rand setzt der Kurs noch einmal leicht zurück oder läuft seitwärts. Diese Konsolidierung (eine Phase, in der eine Aktie ohne klare Richtung in einer engen Spanne pendelt) ist kürzer und flacher als die Tasse.
  4. Ausbruch: Der Kurs verlässt den Henkel nach oben und schließt über dem Widerstand am Tassenrand. Erst damit ist die Tassenformation nach der Lehre abgeschlossen. Welche Werte dafür gelten, steht in der Tabelle im nächsten Abschnitt.

Cup and Handle erkennen: die Regeln als Tabelle

Chartmuster erkennen heißt Grenzen ziehen: Ab wann ist eine Rundung eine Tasse, ab wann ein Rücksetzer ein Henkel? Zwei Betrachter zeichnen in denselben Chart oft zwei verschiedene Formationen. Die Tabelle beantwortet die Frage mit den Kriterien der Lehrbuch-Lesart: je Kriterium Messgröße und Zeitrahmen. Feste Schwellen nennt sie erst, wenn das Werkzeug das Muster erkennt; Literaturwerte stehen dort nur mit Auflage und Seite. Wie Market Jury Kursdaten bezieht und Scores berechnet, beschreibt die Methodik.

Erkennungsregeln Cup and Handle (Lehrbuch-Lesart, ohne Schwellen)

KriteriumWas gemessen wirdHerkunft
VortrendAnstieg vor dem linken TassenrandLehrbuch-Lesart, ohne Schwelle
TassentiefeAbstand linker Rand → Tassenboden in %Lehrbuch-Lesart, ohne Schwelle
Tassenform (U statt V)Rundung des BodensLehrbuch-Lesart, ohne Schwelle
TassendauerPerioden vom linken zum rechten RandLehrbuch-Lesart, ohne Schwelle
Rechter vs. linker RandHöhe des rechten Rands relativ zum linkenLehrbuch-Lesart, ohne Schwelle
Henkel (Lage)Henkeltief relativ zur TasseLehrbuch-Lesart, ohne Schwelle
Henkel (Tiefe)Rücksetzer vom rechten Rand in %Lehrbuch-Lesart, ohne Schwelle
Henkel (Dauer)Perioden im HenkelLehrbuch-Lesart, ohne Schwelle
Volumen im HenkelVolumen relativ zum VergleichswertLehrbuch-Lesart, ohne Schwelle
AusbruchSchlusskurs über dem Widerstand am TassenrandLehrbuch-Lesart, ohne Schwelle
Volumen beim AusbruchVolumen am Ausbruch relativ zum VergleichswertLehrbuch-Lesart, ohne Schwelle
FehlausbruchSchlusskurs nach dem Ausbruch wieder unter dem WiderstandLehrbuch-Lesart, ohne Schwelle

Feste Schwellen nennt diese Tabelle nicht: Das Chartmuster-Werkzeug erkennt Stand heute kein Cup-and-Handle-Muster automatisch, eine erfundene Zahl wäre keine echte Erkennungslogik.

Wann gilt das Muster als bestätigt? Ausbruch und Volumen

Bestätigt ist die Formation mit dem Ausbruch, englisch Breakout. Der Kurs schließt über dem Widerstand am Tassenrand, und zwar nach der Regel der Tabelle: gemessen am Schlusskurs, nicht am Tageshoch. Steigt der Kurs im Tagesverlauf kurz darüber und schließt wieder darunter, hat er den Widerstand nur getestet. Die Chartanalyse leitet solche Widerstandslinien aus dem historischen Kursverlauf ab und liest ihr Durchbrechen als Zeichen einer neuen Trendbewegung (Deutsche Börse, Börsenlexikon).

Das zweite Kriterium ist das Handelsvolumen, also die Zahl der gehandelten Aktien je Periode. Nach der Lehrbuch-Lesart nimmt es im Henkel ab und steigt beim Ausbruch über den Vergleichswert, den die Tabelle festlegt. Ein Ausbruch bei dünnem Volumen gilt als schwächer belegt.

Fällt der Kurs nach dem Ausbruch wieder unter den Widerstand, spricht die Chartanalyse von einem Fehlausbruch. Einen Einstiegszeitpunkt oder die Platzierung eines Stop-Loss leitet diese Seite daraus nicht ab.

U-Form statt V-Form: woran die Tasse scheitert

Nicht jede Erholung ist eine Tasse. Vier Abweichungen lassen die Formation nach der Tabelle durchfallen. Eine V-förmige Erholung mit steilem Fall, steilem Anstieg und ohne gerundeten Boden verfehlt die Zeile „Tassenform". Ein zu tiefer Henkel, der einen großen Teil des Tassenanstiegs wieder abgibt, verfehlt die Zeile „Henkel (Tiefe)". Ein Henkel, der weit unten in der Tasse statt nahe am Rand entsteht, verfehlt die Zeile „Henkel (Lage)". Und ein Ausbruch ohne steigendes Volumen erfüllt die Zeile „Volumen beim Ausbruch" nicht. In allen vier Fällen kann der Chart einer Tasse ähneln; nach der Regel ist es keine.

Mindestbewegung laut Musterhöhe: die Messregel

Für die Zeit nach dem Ausbruch kennt die klassische Chartanalyse eine Messregel. Sie misst die Musterhöhe, den senkrechten Abstand vom Tassenboden bis zum Widerstand am Tassenrand, und trägt diese Strecke vom Ausbruchsniveau nach oben ab. Das Ergebnis heißt rechnerische Mindestbewegung.

Rechenbeispiel, frei gewählt und ohne Bezug zu einer Aktie: Liegt der Tassenboden bei 60 Euro und der Widerstand bei 75 Euro, beträgt die Musterhöhe 15 Euro. Die Messregel ergibt ab dem Ausbruch bei 75 Euro eine Marke von 90 Euro.

Die Messregel ist eine Rechenkonvention, keine Zusage. Sie sagt nicht, ob, wann oder auf welchem Weg der Kurs eine Marke erreicht, und sie entfällt bei einem Fehlausbruch. Ein Kursziel leiten wir daraus nicht ab. Eine Anleitung für Cup and Handle Trading mit Einstieg, Stop und Ausstieg gibt diese Seite ebenfalls nicht.

Chartmuster, Trend-Score und Momentum-Ranking: der Unterschied

Drei Werkzeuge auf Market Jury befassen sich mit Kursverläufen, und jedes beantwortet eine andere Frage. Ein Chartmuster wie Cup and Handle ist ein Ereignis mit Datum: Der Kurs ergibt in einem Zeitrahmen ein bestimmtes Bild, das erkannt wird, eine Phase hat und wieder verschwindet. Der Trend-Score ist einer der 11 Scores, ein Rating der Trendstärke in fünf Stufen von Stark bis Schwach. Market Jury berechnet ihn jede Nacht deterministisch und ohne Rückschau-Korrektur neu. Die Rangliste nach Trend-Score sortiert Aktien nach genau dieser Kennzahl. Was das für die Auswahl bedeutet, erklärt die Seite Momentum-Aktien.

Alle drei gehören zur technischen Analyse, messen aber Verschiedenes. Eine Aktie kann eine Tasse mit Henkel zeigen und im Trend-Score trotzdem „Neutral" stehen, weil die Tasse den Trend vorübergehend unterbricht. Das Analyse-Werkzeug zeigt den Trend-Score je Aktie. Eine Gesamtwertung aus Muster, Score und Rangliste bildet Market Jury nicht.

Varianten: inverse Tasse und Tasse ohne Henkel

Inverse Cup and Handle: die bärische Variante

Die inverse Cup and Handle Formation, englisch inverted oder bearish cup and handle, ist das Spiegelbild. Nach einem Abwärtstrend bildet der Kurs eine umgedrehte Tasse, also einen gerundeten Hochpunkt, danach einen kurzen Anstieg als Henkel. Der Ausbruch erfolgt nach unten, unter die Unterstützung am Tassenrand. Von der Schulter-Kopf-Schulter-Formation unterscheidet sie sich durch Lage und Form. Die SKS ist eine Umkehrformation aus drei Hochs am Ende eines Aufwärtstrends. Die inverse Tasse setzt einen Abwärtstrend mit einem einzigen gerundeten Hoch fort. Das Werkzeug erkennt nur die bullische Tasse mit Henkel.

Tasse ohne Henkel

Manchmal bricht der Kurs direkt aus dem rechten Tassenrand aus, ohne vorher einen Henkel zu bilden. Dann fehlt die Konsolidierung am Rand, und die Zeilen „Henkel (Lage)", „Henkel (Tiefe)", „Henkel (Dauer)" und „Volumen im Henkel" der Regeltabelle bleiben leer. Abzugrenzen ist sie vom Doppelboden. Der Doppelboden ist eine Umkehrformation aus zwei etwa gleich tiefen Tiefs nach einem Abwärtstrend. Die Tasse ist ein einzelner, gerundeter Boden innerhalb eines Aufwärtstrends.

Herkunft: William O'Neil, CAN SLIM und das Original „Cup with Handle"

Bekannt gemacht hat das Muster William J. O'Neil unter der Bezeichnung „cup with handle". Der US-Investor und Autor gründete 1984 die Finanzzeitung Investor's Business Daily (William O'Neil + Company, Pressemitteilung via Business Wire, 29.05.2023). In seinem Buch „How to Make Money in Stocks" (McGraw-Hill) gehört „cup with handle" zu den tragenden Begriffen. Der Katalogeintrag der Ausgabe von 1995 führt ihn unter den häufigsten Begriffen des Buchs (Google Books). Eine geprüfte Seitenangabe zu O'Neils eigenen Schwellen liegt nicht vor, deshalb übernimmt die Regeltabelle keine Literaturwerte.

O'Neils Anlageansatz trägt den Namen CAN SLIM, oft CANSLIM geschrieben. Sein Unternehmen beschreibt ihn als Disziplin, die historische Vorbilder, Fundamentalanalyse und technische Aktienanalyse verbindet (Pressemitteilung, 29.05.2023). Jeder Buchstabe steht für ein Auswahlkriterium aus „How to Make Money in Stocks" (McGraw-Hill, Ausgabe 1995):

  1. C wie Current Earnings: Der Gewinn je Aktie im jüngsten Quartal soll deutlich über dem Vorjahresquartal liegen.
  2. A wie Annual Earnings: Der Jahresgewinn soll über mehrere Jahre gewachsen sein.
  3. N wie New: etwas Neues im Unternehmen, etwa Produkte, Management oder ein neues Kurshoch.
  4. S wie Supply and Demand: Angebot und Nachfrage nach der Aktie, ablesbar am Handelsvolumen.
  5. L wie Leader or Laggard: Marktführer der Branche statt Nachzügler.
  6. I wie Institutional Sponsorship: Fonds und andere institutionelle Anleger halten die Aktie.
  7. M wie Market Direction: die Richtung des Gesamtmarkts.

Das Chartlesen, zu dem die Tasse mit Henkel gehört, deckt den technischen Teil der CANSLIM-Methode ab. Das Buch erklärt laut Verlagsbeschreibung, wie man Charts liest, um Auswahl und Zeitpunkt zu verbessern. Aussagen zur Wertentwicklung der CAN-SLIM-Methode übernimmt diese Seite nicht.

Grenzen des Musters: Fehlausbrüche und Interpretationsspielraum

Die Tasse mit Henkel hat dieselben Schwächen wie jedes Chartmuster. Erstens die Auslegung: Ohne feste Regeln entscheidet der Betrachter, welche Rundung als Tasse zählt und in welchem Zeitrahmen er sucht. Im Tageschart kann eine Tasse entstehen, die im Wochenchart nur ein Rücksetzer ist. Die Regeltabelle nimmt diesen Spielraum heraus; ob ihre Parameter gut gewählt sind, beantwortet sie nicht.

Zweitens die Auswahl im Rückblick: Lehrbuchbeispiele zeigen meist Tassen, nach denen der Kurs gestiegen ist. Wer nur solche Beispiele sieht, überschätzt das Muster.

Drittens die Abhängigkeit von Markt und Zeitraum: Dieselbe Formation verhält sich in einem steigenden Gesamtmarkt anders als in einem fallenden. Die bekannteste Statistik-Sammlung zu Chartmustern ist Thomas Bulkowskis „Encyclopedia of Chart Patterns" (John Wiley & Sons). Quoten daraus übernimmt diese Seite nicht, weil sie an Stichprobe, Markt und Testzeitraum des Buchs hängen.

So prüfst du das Muster selbst

Erstens: Lege die Kriterien aus der Tabelle an den Kurschart der Aktie an, die dich interessiert: Vortrend, Tasse in U-Form, flacher Henkel nahe am Rand, Ausbruch per Schlusskurs mit steigendem Volumen. Im Chartmuster-Werkzeug siehst du, ob der Detektor für dieselbe Aktie eine der fünf erkannten Formationen führt, etwa einen Range-Ausbruch, mit „Erkannt am" und „gültig bis". Zweitens: Prüfe einen Treffer im Analyse-Werkzeug. Gib die Aktie ein, stelle optional eine Frage, wähle die Agenten und die Tiefe: Schnellcheck, Vollanalyse oder Deep Dive. Du bekommst fünf Einschätzungen mit Begründung und Quellen, keine Gesamtwertung, und siehst, ob der Trend-Score das Bild stützt. Nach kostenloser Registrierung ohne Kreditkarte hast du 4 Gratis-Credits. Sieh selbst nach, welche Formationen der Detektor heute Nacht erkannt hat.

Weitere Chartmuster und Chartformationen

Cup and Handle ist eine von vielen Chartformationen. Diese Seiten erklären die nächsten:

  • Doppelboden: zwei etwa gleich tiefe Tiefs nach einem Abwärtstrend, eine Umkehrformation in W-Form, die das Werkzeug zusammen mit dem Doppeltop erkennt.
  • Schulter-Kopf-Schulter-Formation: drei Hochs mit dem mittleren als höchstem, die klassische Umkehrformation am Ende eines Aufwärtstrends.
  • Golden Cross: kein Kursbild, sondern ein Signal aus gleitenden Durchschnitten, bei dem ein kürzerer einen längeren von unten nach oben kreuzt.

Alle Formationen, die das Werkzeug jede Nacht prüft, zeigt die Übersicht Chartmuster mit Datum.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Cup-and-Handle-Formation?

Die Dauer hängt vom Zeitrahmen ab. Im Wochenchart erstreckt sich eine Cup-and-Handle-Formation über deutlich mehr Kalenderzeit als im Tageschart, weil jede Kerze eine Woche statt eines Tages abbildet. Für die Erkennung gelten Mindest- und Höchstdauer für Tasse und Henkel aus der Erkennungslogik des Werkzeugs, sobald es die Formation erkennt. Literaturwerte, etwa von William O'Neil, nennt diese Seite erst mit geprüfter Auflage und Seite.

Wie tief darf der Henkel sein?

Der Henkel ist ein flacher Rücksetzer vom rechten Tassenrand. Die zulässige Tiefe in Prozent legt die Erkennungslogik des Werkzeugs fest, sobald es die Formation erkennt; aus der Literatur übernimmt diese Seite keinen Wert. Mindestens so wichtig ist die Lage: Der Henkel entsteht nahe am rechten Tassenrand, nicht weit unten in der Tasse. Gibt er einen großen Teil des Tassenanstiegs wieder ab, erfüllt die Formation die Regel nicht mehr.

Was ist der Unterschied zwischen Cup and Handle und Rundungsboden?

Ein Rundungsboden, auch Untertassenformation genannt, ist eine Umkehrformation: Er entsteht nach einem Abwärtstrend und hat keinen Henkel. Cup and Handle ist dagegen eine Fortsetzungsformation, die einen Aufwärtstrend als Vortrend und einen Henkel am rechten Rand voraussetzt. Beide teilen den gerundeten Boden; was davor kommt und was am Rand passiert, trennt sie.

Wie zuverlässig ist Cup and Handle?

Eine Trefferquote für Cup and Handle nennt Market Jury nicht. Statistiken zu Chartmustern hängen von Stichprobe, Markt, Zeitraum und den Zählregeln ab und lassen sich deshalb nicht auf jede Aktie übertragen. Fehlausbrüche kommen vor: Der Kurs fällt nach dem Ausbruch wieder unter den Widerstand, und die Messregel entfällt. Thomas Bulkowskis „Encyclopedia of Chart Patterns" (John Wiley & Sons) sammelt solche Statistiken; Quoten daraus übernimmt diese Seite nicht.

Wer hat Cup and Handle erfunden?

Bekannt gemacht hat das Muster William J. O'Neil, der 1984 die Finanzzeitung Investor's Business Daily gründete (Pressemitteilung William O'Neil + Company, 29.05.2023). In seinem Buch „How to Make Money in Stocks" (McGraw-Hill, Ausgabe 1995) gehört „cup with handle" laut Katalogeintrag bei Google Books zu den häufigsten Begriffen. Ob O'Neil das Muster als Erster beschrieben hat, belegt diese Seite nicht.

Welche Aktien haben gerade ein Cup and Handle?

Eine tagesaktuelle Liste von Aktien mit Cup and Handle führt Market Jury nicht. Der Detektor des Werkzeugs Chartmuster erkennt jede Nacht fünf andere Formationen (Doppelboden, Doppeltop, Golden Cross, Range-Ausbruch und Volatilitäts-Squeeze), jeweils mit „Erkannt am" und „gültig bis". Wie stark der Trend einer einzelnen Aktie ist, zeigt der Trend-Score im Analyse-Werkzeug. Beispielaktien ohne Erkennung nennt diese Seite nicht.

Die Inhalte stellen keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden. Die Depots der Agenten sind virtuell. Vergangene Entscheidungen lassen keine Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu.