Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS): Aufbau, Nackenlinie und Erkennungsregeln
Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) ist eine Umkehrformation der Chartanalyse. Nach einem Aufwärtstrend bildet der Kurs drei Hochs, das mittlere am höchsten. Bricht der Schlusskurs die Nackenlinie unter den beiden Rücksetzern, gilt das Muster als vollendet und zeigt eine mögliche Trendumkehr an. Das Werkzeug Chartmuster erkennt die SKS heute nicht automatisch; die Regeltabelle unten führt die Kriterien, nach denen du sie selbst im Kurschart prüfst. Danach folgen Aufbau, Erkennungsregeln, Bestätigung per Schlusskurs, Messregel, die inverse Variante und die Grenzen des Musters.
Werkzeug Chartmuster: die fünf automatisch erkannten Formationen
Das Werkzeug Chartmuster prüft jede Nacht die Kursverläufe der beobachteten Aktien auf fünf fest definierte Formationen: Doppelboden, Doppeltop, Golden Cross, Range-Ausbruch und Volatilitäts-Squeeze. Je Treffer zeigt es Erkennungsdatum und Gültigkeit. Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation gehört nicht dazu; am nächsten kommt ihr das Doppeltop, eine Topbildung mit zwei statt drei Hochs. Eine SKS prüfst du anhand der Regeltabelle weiter unten selbst im Kurschart. Die Trendlage misst unabhängig vom Muster der Trend-Score.
Was ist eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation?
Eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation (englisch head and shoulders pattern, kurz SKS oder SKS-Formation) ist ein Kursbild aus drei aufeinanderfolgenden Hochs. Das mittlere Hoch, der Kopf, liegt über den beiden äußeren, den Schultern. Die Chartanalyse ordnet sie als Umkehrformation ein: Sie entsteht am Ende eines Aufwärtstrends und gilt als Topbildung. Das ist eine Phase, in der ein steigender Kurs keine neuen Hochs mehr schafft. Manche Lehrbücher sprechen deshalb von einer Top-Formation. Ihr Gegenstück nach einem Abwärtstrend ist die inverse SKS, die weiter unten einen eigenen Abschnitt hat.
Das Börsenlexikon der Deutschen Börse führt die Kopf-Schulter-Form neben M-Form und V-Form als typisches Muster, das die Chartanalyse aus historischen Kursverläufen ableitet. Das englische Glossar der Deutschen Börse nennt sie „head-and-shoulders". Robert D. Edwards und John Magee behandeln die Formation in ihrem Standardwerk „Technical Analysis of Stock Trends" im Kapitel zu den wichtigen Umkehrformationen („Important Reversal Patterns", Inhaltsverzeichnis bei der Library of Congress).
Wichtig ist die Wortwahl: Die Formation zeigt eine mögliche Trendumkehr an, sie kündigt keine an. Solange die Nackenlinie hält, also die Linie unter den beiden Rücksetzern, bleibt es ein Kursbild in Bildung. Erst der Bruch vollendet es nach den Regeln der Chartanalyse. Auch dann sagt das Muster nicht voraus, wie weit der Kurs fällt.
Wer nach „Schulter Kopf Schulter", „Kopf-Schulter-Formation" oder „SKS Chartmuster" sucht, meint dasselbe Kursbild. Es tritt im Tageschart wie im Wochenchart auf und nicht nur bei Aktien: Auch Indizes wie der DAX oder der S&P 500 bilden es. Für die Erkennung zählt immer der Zeitrahmen, in dem das Muster entsteht. Wie die Bausteine zusammenkommen, zeigt das Schema.
Aufbau der SKS-Formation: Schultern, Kopf und Nackenlinie
Eine SKS-Formation besteht aus vier Bausteinen in fester Reihenfolge: linke Schulter, Kopf, rechte Schulter und die Nackenlinie, die sich aus den Tiefs dazwischen ergibt. Erst wenn alle vier vorliegen, ist das Muster vollständig gezeichnet. Vollendet ist es damit noch nicht. Dafür braucht es den Bruch der Nackenlinie, um den es weiter unten geht.
Linke Schulter und Kopf: zwei Hochs im laufenden Aufwärtstrend
Die linke Schulter entsteht mitten im Aufwärtstrend und wirkt zunächst unauffällig: Der Kurs steigt auf ein Hoch, danach setzt er zurück. Der tiefste Punkt dieses Rücksetzers ist das erste Reaktionstief, ein Tief als Reaktion auf den vorherigen Anstieg. Dann steigt der Kurs erneut und übertrifft das Hoch der linken Schulter. Dieses höhere Hoch ist der Kopf. Bis hierhin sieht der Chart aus wie ein intakter Aufwärtstrend, denn höhere Hochs sind genau das, was einen Aufwärtstrend ausmacht.
Nach dem Kopf folgt der zweite Rücksetzer bis zum zweiten Reaktionstief. Liegt es etwa auf Höhe des ersten, deutet sich eine Unterstützung an: ein Kursbereich, in dem Käufer den Rückgang zweimal gebremst haben. Ein Muster ist das noch nicht. Zwei Hochs und zwei Tiefs findest du in fast jedem Trend.
Rechte Schulter: das Hoch, das den Kopf nicht mehr erreicht
Die rechte Schulter macht aus einem gewöhnlichen Trend eine mögliche Formation. Vom zweiten Reaktionstief steigt der Kurs noch einmal, erreicht das Kopf-Hoch aber nicht mehr und dreht etwa auf Höhe der linken Schulter. Damit entsteht zum ersten Mal ein tieferes Hoch. Für die klassische Chartanalyse ist das der Moment, in dem der Aufwärtstrend an Kraft verliert: Käufer treiben den Kurs nicht mehr über das letzte Hoch. Die Schultern müssen nicht exakt gleich hoch sein. Wie viel Abweichung als „annähernd gleich" gilt, legt die Regeltabelle fest. Erst mit der rechten Schulter wird das Muster im Chart sichtbar; vorher ist jede Einzeichnung eine Vermutung.
Nackenlinie: die Linie durch die beiden Reaktionstiefs
Die Nackenlinie verbindet die beiden Reaktionstiefs links und rechts vom Kopf. Sie ist die entscheidende Linie der Formation, weil an ihr entschieden wird, ob das Muster vollendet wird. Liegen beide Tiefs auf gleicher Höhe, verläuft sie waagerecht. Liegt das zweite Tief höher oder tiefer, ist sie steigend oder fallend geneigt. Beide Formen kommen vor.
Funktional ist die Nackenlinie eine Unterstützung: Zweimal hat der Kurs dort nach oben gedreht. Die Chartanalyse leitet solche Unterstützungs- und Widerstandslinien aus dem Kursverlauf ab. Das Durchbrechen einer solchen Linie deutet sie als Zeichen einer neuen Trendbewegung (Deutsche Börse, Börsenlexikon). Ist die Unterstützung gebrochen, kann sie nach dieser Lehre zum Widerstand werden, an dem spätere Anstiege abprallen. Wie stark die Linie geneigt sein darf, damit sie noch als Nackenlinie zählt, steht in der Regeltabelle im nächsten Abschnitt.
Erkennungsregeln: woran du die Schulter-Kopf-Schulter-Formation erkennst
Zwei Betrachter können in denselben Chart zwei verschiedene Nackenlinien zeichnen. Feste Regeln lösen das: Hat jedes Kriterium eine Schwelle und einen Zeitrahmen, führen dieselben Kurse zum selben Ergebnis.
Die Tabelle führt die Kriterien in der Reihenfolge, in der die Formation entsteht. Zuerst der vorausgehende Aufwärtstrend, dann drei Hochs mit dem Kopf als höchstem, annähernd gleich hohe Schultern, die Nackenlinie durch die Reaktionstiefs und die Bestätigung per Schlusskurs. Dazu kommen die Regel, ab wann eine Formation ungültig ist, und das Handelsvolumen. Für die inverse SKS gelten alle Kriterien gespiegelt. Die Schwellen sind Parameter einer künftigen Erkennungslogik, keine Meinung über eine Aktie. Wie Market Jury Kursdaten bezieht und Scores berechnet, beschreibt die Methodik.
Erkennungsregel-Tabelle Schulter-Kopf-Schulter-Formation
Kriterienliste ohne Schwellen, solange keine Erkennungslogik existiert (offene Entscheidung David/Jonas, siehe Bericht).
| Nr. | Kriterium | Zeitrahmen | Pflicht/Anzeige |
|---|---|---|---|
| 1 | Vorausgehender Aufwärtstrend | Tages- und/oder Wochenchart | Pflicht |
| 2 | Drei Hochs, das mittlere (Kopf) am höchsten | wie Zeile 1 | Pflicht |
| 3 | Schultern annähernd gleich hoch | wie Zeile 1 | Pflicht |
| 4 | Nackenlinie durch die beiden Reaktionstiefs | wie Zeile 1 | Pflicht |
| 5 | Bestätigung: Schlusskurs unter der Nackenlinie | wie Zeile 1 | Pflicht für Status „bestätigt" |
| 6 | Volumen (klassisch: fallend an der rechten Schulter, steigend beim Bruch) | wie Zeile 1 | noch offen |
| 7 | Ungültig, wenn der Kurs über das Kopf-Hoch steigt | wie Zeile 1 | Pflicht für Status „ungültig" |
| 8 | Inverse SKS | wie Zeile 1 | wie Zeilen 1–7, gespiegelt |
Schwellen je Kriterium sind noch nicht spezifiziert. Quelle: eigene Konvention und Methodik, keine Fremdzahl.
Bestätigung: wann die SKS-Formation als vollendet gilt
Vor dem Bruch der Nackenlinie ist eine SKS nur eine mögliche Formation. Die Chartanalyse unterscheidet deshalb zwischen einem Muster in Bildung und einem bestätigten Muster. Drei Punkte entscheiden darüber: der Schlusskurs, das Volumen und das Verhalten nach dem Bruch.
Schlusskurs unter der Nackenlinie
Bestätigt ist die Formation, wenn der Kurs die Nackenlinie nach unten durchbricht, gemessen am Schlusskurs, nicht am Tagestief. Der Unterschied ist praktisch: Fällt der Kurs im Tagesverlauf unter die Linie und schließt wieder darüber, hat der Markt die Unterstützung getestet, aber nicht aufgegeben. Der Schlusskurs ist der Preis, auf den sich Käufer und Verkäufer am Ende des Handelstags einigen. Im Candlestick-Chart zeigt ihn jede Kerze neben Eröffnung, Hoch und Tief; im Wochenchart gilt der Wochenschluss. „In Bildung" heißt: Die rechte Schulter steht, die Linie hält. „Bestätigt" heißt: Der Schlusskurs liegt unter der Nackenlinie. „Ungültig" heißt: Der Kurs ist über den Kopf gestiegen.
Handelsvolumen: was die klassische Chartanalyse erwartet
Die klassische Chartanalyse liest das Handelsvolumen, die Zahl der gehandelten Aktien je Zeitraum, als Beleg für eine Kursbewegung. Bei einer idealtypischen SKS ist das Volumen an der linken Schulter und am Kopf hoch, an der rechten Schulter niedriger: Der letzte Anstieg findet weniger Käufer. Beim Bruch der Nackenlinie steigt das Volumen nach dieser Lehre wieder an. Ein Hilfsmittel dafür ist das On-Balance Volume (OBV): Es addiert das Volumen an Tagen mit steigendem Schlusskurs und zieht es an Tagen mit fallendem ab. Steigt der Kurs auf den Kopf, während das OBV nicht mitsteigt, sprechen Chartanalysten von einer Divergenz. Volumen stützt das Bild, ersetzt aber nicht die Bestätigung per Schlusskurs. Ein Bruch bei niedrigem Volumen bleibt ein Bruch, nur mit schwächerem Beleg.
Pullback an die Nackenlinie
Ein häufig beschriebenes Verhalten nach dem Bruch: Der Kurs läuft noch einmal an die gebrochene Nackenlinie zurück, bevor er sich wieder entfernt. Diesen Rücklauf nennt die Chartanalyse Pullback oder Retest. Er ist die Probe auf den Rollenwechsel der Linie: Die frühere Unterstützung wirkt jetzt als Widerstand. Schafft es der Kurs dabei zurück über die Linie und hält sich dort, gerät die Formation in Zweifel. Wie oft ein Pullback auftritt, nennt diese Seite nicht, weil dafür keine Zahl mit Primärquelle, Methode und Zeitraum vorliegt. Was der Bruch nach der Messregel bedeutet, folgt im nächsten Abschnitt.
Was nach dem Bruch passiert: Mindestbewegung laut Musterhöhe
Für die Zeit nach dem Bruch kennt die klassische Chartanalyse eine Messregel. Sie misst die Höhe der Formation, also den senkrechten Abstand vom Kopf-Hoch zur Nackenlinie, und trägt diesen Abstand vom Bruchpunkt nach unten ab. Das Ergebnis heißt Mindestbewegung: die Strecke, die der Kurs nach dieser Lehre nach einem vollendeten Muster mindestens zurücklegen müsste. Edwards und Magee widmen solchen Messregeln ein eigenes Kapitel („Measuring Implications in Technical Chart Patterns", Library of Congress).
Rechenbeispiel, rein illustrativ und ohne Bezug zu einer realen Aktie: Liegt der Kopf bei 120 Euro und die Nackenlinie bei 100 Euro, beträgt die Musterhöhe 20 Euro. Bricht der Schlusskurs die Linie bei 100 Euro, ergibt die Messregel eine Marke bei 80 Euro.
Ein Kursziel ist das nicht. Die Messregel ist eine geometrische Konvention, keine Vorhersage: Sie sagt nichts darüber, ob der Kurs die Marke erreicht, wann das passiert oder ob er vorher dreht. Deshalb berechnet Market Jury keine Mindestbewegung je Titel. Ein Kursniveau je Aktie würde wie eine Zielmarke gelesen.
Ebenso klar ist die Gegenrichtung: Steigt der Kurs nach dem Bruch wieder über das Kopf-Hoch, ist die Formation ungültig, ganz gleich, was die Messregel ergeben hat. Viele Lehrbücher verbinden die Formation mit einem Stop-Loss, einer Order, die bei einer festgelegten Kursmarke automatisch ausgeführt wird. Eine Anleitung zur Platzierung gibt diese Seite nicht. Wie das Muster in die Gegenrichtung aussieht, zeigt der nächste Abschnitt.
Inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation (inverse head and shoulders)
Die inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation (englisch inverse head and shoulders oder inverted head and shoulders, kurz inverse SKS) ist das Spiegelbild der klassischen Formation. Statt drei Hochs bildet der Kurs drei Tiefs: die linke Schulter, darunter den Kopf als tiefsten Punkt und danach die rechte Schulter, die den Kopf nicht mehr unterschreitet. Sie entsteht nach einem Abwärtstrend und gilt als Bodenbildung, also als Phase, in der ein fallender Kurs keine neuen Tiefs mehr schafft. Wie bei der klassischen Variante entsteht die rechte Schulter zuletzt; erst mit ihr wird das Bild im Chart sichtbar.
Die Nackenlinie verläuft hier über dem Kopf: Sie verbindet die beiden Reaktionshochs, auf die der Kurs nach der linken Schulter und nach dem Kopf jeweils gestiegen ist. Bis zum Bruch wirkt sie als Widerstand. Bestätigt ist die inverse SKS, wenn ein Schlusskurs die Nackenlinie nach oben durchbricht, nach derselben Regel wie bei der klassischen Formation, nur in umgekehrter Richtung. Das Volumen liest die klassische Chartanalyse ebenfalls gespiegelt: Beim Ausbruch erwartet sie steigendes Volumen. Auch hier beschreibt sie häufig einen Pullback, einen Rücklauf an die gebrochene Linie, die nun als Unterstützung wirkt. Die Messregel der Musterhöhe gilt entsprechend nach oben, mit derselben Einschränkung: eine Konvention, kein Wert für eine einzelne Aktie. Ungültig wird die Formation, wenn der Kurs unter das Kopf-Tief fällt.
Im deutschsprachigen Raum heißt sie auch umgekehrte SKS oder inverse SKS-Formation; gemeint ist dasselbe Muster. Die Regeltabelle führt sie in einer eigenen Zeile.
Unterschied zwischen SKS und inverser SKS
Der Unterschied liegt in drei Punkten. Erstens die Trendlage davor: Die klassische SKS folgt auf einen Aufwärtstrend, die inverse SKS auf einen Abwärtstrend. Zweitens die Richtung: Die SKS ist eine Topbildung und gilt als bärisch, deutet also auf fallende Kurse; die inverse SKS ist eine Bodenbildung und gilt als bullisch. Drittens die Nackenlinie: Bei der SKS liegt sie unter dem Kopf und wird nach unten gebrochen, bei der inversen SKS liegt sie über dem Kopf und wird nach oben gebrochen. Beides sind Einordnungen der Chartanalyse, keine Vorhersagen. Beide Varianten haben dieselben Grenzen.
Grenzen der SKS-Formation: Fehlsignale und Zeitrahmen
Die SKS-Formation gehört zu den bekanntesten Mustern der Chartanalyse und hat dieselben Schwächen wie jedes Kursbild. Drei Grenzen solltest du kennen.
Erstens Fehlsignale: Der Kurs bricht die Nackenlinie per Schlusskurs, die Formation gilt als bestätigt, und kurz darauf steht der Kurs wieder darüber, manchmal sogar über dem Kopf. Das Muster war nach Regel vollendet und hat trotzdem keine Trendumkehr angezeigt. Solche Fehlsignale lassen sich nicht ausschließen, nur einordnen.
Zweitens der Ermessensspielraum: Ohne feste Regeln entscheidet der Betrachter, welche Hochs zählen, wie gleich die Schultern sein müssen und wo die Nackenlinie verläuft. Wer fallende Kurse erwartet, findet leichter eine Formation. Die Regeltabelle oben nimmt diesen Spielraum teilweise heraus, indem sie jede Entscheidung als Kriterium benennt. Ob die Kriterien gut gewählt sind, ist damit nicht beantwortet.
Drittens der Zeitrahmen: Im Tageschart kann eine SKS entstehen, die im Wochenchart nur ein Rücksetzer in einem intakten Aufwärtstrend ist. Dasselbe Kursbild bedeutet je nach Zeitrahmen etwas anderes.
Eine allgemeingültige Trefferquote nennt diese Seite nicht. Andere Seiten zitieren Quoten, meist ohne Primärquelle mit Methode, Zeitraum und Marktauswahl; solche Zahlen übernehmen wir nicht. Die Trendlage misst bei Market Jury unabhängig vom Muster der Trend-Score.
Die fünf Agenten und die SKS-Formation: Kontext, kein Auslöser
Für die fünf Strategie-Agenten ist eine erkannte SKS Kontext, kein Auslöser. Value Agent, Momentum Agent, Dividende Agent, Growth Agent und Contrarian Agent führen je ein virtuelles Musterdepot nach festen Kauf-, Verkaufs- und Positionsgrößen-Regeln; Chartmuster gehören nicht dazu. Am nächsten steht ihr der Momentum Agent. Sein Motto „Ich diskutiere nicht mit dem Markt. Ich folge ihm, bis die Marke bricht." enthält dieselbe Denkfigur wie die Nackenlinie. Welche Marke das ist, legt bei ihm der Trendfilter fest, nicht das Chartbild. Der Contrarian Agent prüft die Gegenrichtung zur Mehrheit, „aber nur mit Beleg"; ein Chartmuster zählt dafür nicht. Value Agent, Dividende Agent und Growth Agent lesen Ertragskraft, Ausschüttungen und Auftragsbücher, keine Kursbilder. Jede Depotänderung ist per Hash mit dem Verlauf verkettet und per OpenTimestamps auf der Bitcoin-Blockchain verankert. Den Beleg des Momentum Agent zeigt seine Transparenz-Seite; die fünf Depots öffnen mit dem Depot-Launch, über die Warteliste bekommst du früher Zugang.
Erkannte Chartmuster sind kein Bestandteil des Regelwerks der fünf Agenten; der Momentum Agent entscheidet allein nach seinen Trendfiltern.
Agenten-Block Momentum Agent
Erkannte Chartmuster sind kein Bestandteil des Regelwerks der fünf Agenten; der Momentum Agent entscheidet allein nach seinen Trendfiltern.
Was die Agenten kaufen und verkaufen, wird dokumentiert, mit Zeitstempel. Einsehbar wird es mit dem Depot-Launch; über die Warteliste bekommst du früher Zugang zu den Agenten-Depots, sobald wir sie öffnen.
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Trend-Score, Momentum-Ranking und Chartmuster: der Unterschied
Drei Werkzeuge auf Market Jury befassen sich mit Kursverläufen, und sie messen Verschiedenes. Ein Chartmuster wie die SKS beschreibt eine Formation zu einem Zeitpunkt: Der Kurs ergibt in einem bestimmten Zeitrahmen ein bestimmtes Bild, und dieses Bild hat einen Status. Der Trend-Score ist einer der 11 Scores: ein Rating der Trendstärke in fünf Stufen von Stark bis Schwach, das Market Jury jede Nacht deterministisch und ohne Rückschau-Korrektur neu berechnet. Das Momentum-Ranking ist eine Liste, die Aktien nach dem Trend-Score sortiert; das Werkzeug dazu ist die Rangliste nach Trend-Score. Ein Muster kann also auftauchen und wieder verschwinden, während der Trend-Score gleich bleibt, und umgekehrt. Keines von beidem ist eine Bewertung der Aktie. Es sind zwei Blickwinkel auf denselben Kursverlauf.
So prüfst du eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation selbst
Erstens: Zeichne die Formation im Kurschart der Aktie ein und prüfe sie Kriterium für Kriterium an der Regeltabelle oben. Der Chartmuster-Screener im Werkzeug Chartmuster erkennt die SKS nicht automatisch; er zeigt Doppelboden, Doppeltop, Golden Cross, Range-Ausbruch und Volatilitäts-Squeeze mit Erkennungsdatum.
Zweitens: Prüfe die Aktie im Analyse-Werkzeug. Gib sie ein, stelle optional eine Frage, wähle alle fünf oder einzelne Agenten und die Tiefe: Schnellcheck, Vollanalyse oder Deep Dive. Du bekommst fünf Einschätzungen mit Begründung und Quellen, keine Gesamtwertung. Nach kostenloser Registrierung ohne Kreditkarte hast du 4 Gratis-Credits.
Drittens: Sieh im Aktien-Screener nach, in welcher Trichter-Stufe die Aktie steht: Markt, Radar, Beobachtung oder Kern. Die Stufe ergibt sich jede Nacht aus festen Regeln zu Marktkapitalisierung, Volumen, Kurs und Auffälligkeiten im Kursverlauf. Was sich über Nacht geändert hat, zeigt Puls. Wer nach „SKS Trading" sucht, findet hier keine Handelsanleitung, sondern Regeln und Belege.
Weitere Chartformationen und Umkehrformationen
Die SKS ist eine von vielen Chartformationen. Diese Seiten erklären die nächsten:
- Doppelboden: eine Umkehrformation aus zwei etwa gleich tiefen Tiefs nach einem Abwärtstrend. Wie die inverse SKS ist er eine Bodenbildung, nur mit zwei statt drei Tiefs. Sein Gegenstück am Hoch ist das Doppeltop.
- Cup and Handle: eine abgerundete Bodenbildung, die Tasse, gefolgt von einem kurzen Rücksetzer, dem Henkel; die Chartanalyse zählt sie zu den Fortsetzungsformationen.
- Golden Cross: kein Kursbild, sondern ein Signal aus gleitenden Durchschnitten. Ein kürzerer Durchschnitt kreuzt einen längeren von unten nach oben.
- Chartanalyse lernen: der Einstieg in Trendlinien, Unterstützung und Widerstand, Zeitrahmen und die wichtigsten Muster.
Alle Kursformationen, die das Werkzeug aktuell erkennt, zeigt die Übersicht Chartmuster mit Datum. Die häufigsten Fragen zur SKS beantwortet der letzte Abschnitt.
Häufige Fragen
Was bedeutet SKS-Formation?
SKS steht für Schulter-Kopf-Schulter. Die SKS-Formation ist eine Umkehrformation der Chartanalyse aus drei Hochs nach einem Aufwärtstrend: linke Schulter, Kopf als höchstes Hoch, rechte Schulter. Die Nackenlinie verbindet die beiden Reaktionstiefs dazwischen. Vollendet ist die Formation erst, wenn ein Schlusskurs die Nackenlinie nach unten bricht; davor ist sie ein Muster in Bildung. Edwards und Magee führen sie unter den wichtigen Umkehrformationen.
Ist eine SKS-Formation bullisch oder bärisch?
Die klassische SKS-Formation gilt als bärisch, weil sie als Topbildung nach einem Aufwärtstrend entsteht. Die inverse SKS gilt als bullisch, weil sie als Bodenbildung nach einem Abwärtstrend entsteht. Beides ist eine Einordnung der Chartanalyse, keine Vorhersage: Wie sich der Kurs nach dem Bruch der Nackenlinie entwickelt, sagt das Muster nicht voraus. Die Trendlage misst unabhängig davon der Trend-Score, ein Rating von Stark bis Schwach.
Wann ist eine SKS-Formation bestätigt?
Eine SKS-Formation ist bestätigt, wenn ein Schlusskurs unter der Nackenlinie liegt, nicht schon, wenn der Kurs im Tagesverlauf kurz darunter fällt. Davor gilt die Formation als „in Bildung". Steigt der Kurs über das Kopf-Hoch, wechselt der Status auf „ungültig". Bei der inversen SKS gilt dieselbe Regel nach oben.
Wie zuverlässig ist die SKS-Formation?
Eine belegte, allgemeingültige Trefferquote für die SKS-Formation gibt es nicht. Zahlen, die im Netz kursieren, nennen meist keine Primärquelle mit Methode, Zeitraum und Marktauswahl; diese Seite übernimmt sie nicht. Fehlsignale kommen vor: Der Kurs bricht die Nackenlinie per Schlusskurs und steht kurz darauf wieder darüber. Dasselbe Kursbild bedeutet im Tageschart zudem etwas anderes als im Wochenchart. Deshalb zählt bei jeder Prüfung der Zeitrahmen.
Welche Aktien haben gerade eine SKS-Formation?
Eine tagesaktuelle Liste mit SKS-Formationen gibt es auf Market Jury nicht, weil das Werkzeug Chartmuster dieses Muster nicht automatisch erkennt. Es prüft jede Nacht fünf Formationen: Doppelboden, Doppeltop, Golden Cross, Range-Ausbruch und Volatilitäts-Squeeze. Ob eine Aktie eine SKS zeigt, prüfst du selbst im Kurschart anhand der Regeltabelle auf dieser Seite. Die Trendlage zeigt unabhängig davon der Trend-Score.
Die Inhalte stellen keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden. Die Depots der Agenten sind virtuell. Vergangene Entscheidungen lassen keine Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen zu.